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Branchenverwaltung Druck und Papierverarbeitung

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Gesunde Haut – weniger Hauterkrankungen

Erkrankungen der Haut spielen sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich eine große Rolle. Hauterkrankungen beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität, sie haben häufig weit reichende soziale Folgen, bis hin zur Aufgabe des Arbeitsplatzes. Die Kosten für Heilbehandlung und Krankengeld betragen mehrere Milliarden Euro pro Jahr in Deutschland – ungeachtet der weiteren Kosten für die Produktionsausfälle.

Durch gezielte Prävention kann dem Auftreten von Hauterkrankungen wirkungsvoll vorgebeugt werden. Unter dem Motto „Gesunde Haut – weniger Hauterkrankungen“ führten alle Unfallversicherungsträger gemeinsam mit der gesetzlichen Krankenversicherung in den Jahren 2007 und 2008 eine Präventionskampagne durch. Die Berufsgenossenschaft ETEM Branchenverwaltung Druck und Papierverarbeitung (BG) beteiligte sich hieran in branchenspezifischen Schwerpunkten.

Bei unserer Berufsgenossenschaft liegen die Verdachtsanzeigen „Haut-BK“ seit mehreren Jahren bei ca. einem Drittel aller Verdachtsmeldungen. Bei zwei Drittel dieser Meldungen wird die berufliche Verursachung bzw. Verschlimmerung bestätigt.

Wodurch werden Hauterkrankungen verursacht?
Hauterkrankungen kommen in allen Arbeitsbereichen, unabhängig vom Druckverfahren, vor. Die Ursachen für Schädigungen der Haut und das Entstehen von Hauterkrankungen können vielfältig sein: z.B. ungeschützter Kontakt mit Reinigungsmitteln oder Farben, Feuchtarbeit sowie mechanische Reizungen durch Papierstäube oder Mikroverletzungen durch scharfe Schnittkanten von Papier und Pappe in der Weiterverarbeitung.

Gibt es Warnsignale?
Jede Hauterkrankung hat eine Vorgeschichte. Bei der Entstehung einer allergischen Hauterkrankung ist diese Vorgeschichte von außen zunächst unsichtbar. Eine Abnutzungsdermatose hingegen zeigt früh erste sichtbare Anzeichen wie trockene Haut oder feine Risse.

Wie kann man sich schützen?
Das frühzeitige Eingreifen in den Schädigungsprozess durch Vermeidung des direkten Hautkontaktes zu Allergenen, den Schutz vor Gefahrstoffen und die Unterstützung der Regeneration der Haut, kann die Entstehung einer Hauterkrankung mit weit reichenden und langwierigen Folgen verhindern. Im Betrieb sind häufig Schutzhandschuhe sowie Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel vorhanden, jedoch nicht immer an den Arbeitsplätzen, an denen sie auch benötigt werden. Kommen z.B. unterschiedliche Speziallösemittel in einem Betrieb zum Einsatz oder werden neue Arbeitsstoffe eingeführt, müssen ggf. andere Schutzhandschuhe ausgewählt werden. Ähnlich verhält es sich mit den Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemitteln. Auch hier führen nur optimal auf den Arbeitsbereich abgestimmte Produkte zu guten Erfolgen bei der Gesunderhaltung der Haut.

Präventionskampagne Haut
Die Fülle der am Markt verfügbaren Hand- und Hautschutzprodukte sorgt oft für Verwirrung. Dies führt dazu, dass häufig Produkte eingesetzt werden, die für den Arbeitsbereich ungeeignet sind. Im Rahmen der nun gestarteten Präventionskampagne Haut beraten unsere Mitarbeiter des Bereichs Prävention verstärkt Offsetdruckereien, Verpackungstief- und Flexodruckereien sowie Papier und Wellpappen weiterverarbeitende Betriebe.

Dabei steht im Vordergrund, welcher Hand- und Hautschutz für die speziellen Arbeitsbereiche optimal geeignet ist und wie am Arbeitsplatz vorhandene Hautgefährdungen durch technische Lösungen oder organisatorische Maßnahmen verringert werden können. Wurde bereits eine Hauterkrankung gemeldet, werden bei einer Fachberatung am Arbeitsplatz durch Chemiker unserer BG vorhandene Gefährdungen aufgezeigt. Zusammen mit dem Betroffenen und dem Arbeitgeber wird ein individuell auf den Erkrankten zugeschnittenes Konzept zur Minimierung arbeitsbedingter Hautgefahren erarbeitet. Muss beispielsweise spezielle Schutzausrüstung beschafft werden, informieren unsere Chemiker den Betroffenen, welche Produkte in seinem Fall besonders geeignet sind und wie sie anzuwenden sind.

 

Infoblätter

  • Hand- und Hautschutz – Allgemein (Best.-Nr. 531.0)
  • Hand- und Hautschutz im Offsetdruck (Best.-Nr. 531.1)
  • Hand- und Hautschutz im Verpackungstief- und Flexodruck
  • [Farben auf Lösemittelbasis] (Best.-Nr. 531.3)
  • Hand- und Hautschutz im Flexodruck
  • [Farben aufWasserbasis] (Best.-Nr. 531.4)
  • Hand- und Hautschutz beim Druck mit UV-Farben (Best.-Nr. 531.6)
  • Hand- und Hautschutz in derWeiterverarbeitung (Best.-Nr. 531.9)
  • Mechanische Gefährdungen der Haut (Best.-Nr. 531.10)
  • Hand- und Hautschutzplan [Vordruck/Aushang] (Best.-Nr. 531.11)
  • Hand- und Hautschutz – Hersteller und Lieferanten (Best.-Nr. 528)
  • BASIS Branchen- und Arbeitsschutz-Informations-System – Modul Hand- & Hautschutz (Best.-Nr. 527)
  • Allergien am Arbeitsplatz (Best.-Nr. 416)

Broschüre

  • Gesunde Haut in der Druckindustrie und in der Papier verarbeitenden Industrie (Best.-Nr. 240)

Unterweisungshilfen

  • Hautschutz (Best.-Nr. 233.8)
  • Tragen von Schutzhandschuhen (Best.-Nr. 233.9)

 

 

 

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